Reinhold Ostler, ein nicht nur deutschlandweit bekannter Schatzsucher und Buchautor. Er schrieb schon viele Sachbücher über und für Schatzsucher. Viele von uns (Sondengänger) wird ein oder vielleicht sogar mehrere Bücher von ihm auf dem Bücherregal stehen haben. Ende März hatte ich Herrn Ostler besucht und bei Kaffee und Kuchen ein paar Stunden gequatscht. Wir redeten über Autotuning, nein Blödsinn, natürlich über die Schatzsuche und über Metalldetektoren etc. Es war total Interessant !  

Ruhe in Frieden Reinhold

Herr Ostler in seinem Lesezimmer.
Er hat sehr viele Bücher über die Suche
nach verlorenen Schätzen und gesunkenen Schiffe. Das ganze Zimmer ist voll mit Schatzsucher-Lektüre.

Ich durfte mit ihm ein Interview machen.

Frage 1 : Wie lange "suchen" Sie schon ?
Ostler: Angefangen habe ich vor 28 Jahren , um genau zu sein, 1975

Frage 2 : Wie sind Sie zu diesem schönen Hobby gekommen?
Ostler: Das war eigentlich ein Zufall. In München in einem Kaufhaus entdeckte ich am Wühltisch ein Buch mit dem Titel: "Da liegt Gold - Schatzsucher haben noch Chancen" - von Janusz Piekalkiejewicz.Das Buch hat damals 10 Mark gekostet. Ein Kapitel darin hat mich besonders fasziniert: die Geschichte von der "Schatzinsel" der Cocos Insel.
Jeder, der mal in seiner Jugend das Buch von Stevenson gelesen hat, dürfte infiziert sein vom "Schatz - und Abenteuervirus" - so war es jedenfalls bei mir. Damals habe ich beschlossen, dorthin zu fahren, und nach den Schätzen zu suchen. Eigentlich kommt es bei diesen Klassikern gar nicht so darauf an, was zu finden, sonder es einfach zu versuchen.

Frage 3 : Sie sind verheiratet und haben Kinder. Sind auch sie diesem spannenden Hobby verfallen?
Ostler : Die kleine schon. Die große nicht mehr. Mit 18 Jahren hat man eben andere Interessen.

Frage 4 : Was war das schönste Erlebnis in Ihrem Schatzsucherleben?
Ostler : Das war der Moment, als die Schatzinsel am Horizont auftauchte und als ich den ersten Fuß auf die Insel setzte.

Frage 5 : Was war das schlimmste Erlebnis?
Ostler : Als ich die Insel wieder verlassen musste.

Frage 6 : Können Sie sich noch an Ihren ersten Metalldetektor erinnern ? Was war das für ein Gerät ?
Ostler : Da kann ich mich noch gut daran erinnern: das waren die Geräte, die wir damals zur Cocos Insel mitgenommen haben - zwei METADEC und ein TW 5

Frage 7 : Wie viele Bücher über die Schatzsuche haben Sie schon geschrieben ?
Ostler : Mittlerweile habe ich Buch Nummer 10 abgeliefert

Frage 8 : In wie vielen Sprachen sind Ihre Bücher schon erschienen ?
Ostler : Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht mehr wie viele -aber am meisten überrascht war ich, als das "Neue Handbuch für Schatzsucher" 2001 in China als Lizenz erschien - mit einer Startauflage von 5 Millionen Exemplaren !

Frage 9 : Das neueste Buch heißt "Kriegsgold". Ab wann ist es erhältlich ?
Ostler : Ich gehe davon aus, daß "Kriegsgold" ab Mitte des Jahres erhältlich sein wird

Frage 10 : Wie viele Länder haben Sie schon als "Schatzjäger" bereist ?
Ostler : Mehr als 30 Länder

Frage 11 : Sie haben bestimmt mehrere Detektoren. Welches ist Ihr lieblings Gerät ?
Ostler : Das ist schwer zu sagen. Es kommt immer darauf an, nach was man sucht. Aber ich persönlich suche am liebsten mit dem ADVENTIS, und in Zukunft wahrscheinlich mit dem G - MAXX oder GOLD MAXX, weil die beiden eine so erstklassige Tonunterscheidung haben.
Frage 12 : Sie wohnen am Ammersee. Kann man Sie dort manchmal beim Sondeln antreffen, oder zieht es Sie mehr in fremde Länder zum Suchen ?
Ostler : Aber sicher - wenn mir meine Zeit es gestattet, ziehe ich gerne in meiner Region durch die Gegend. Leider werden diese Momente immer seltener, weil ich viel Zeit im Ausland verbringe.

Frage 13 :Haben Sie auch noch andere Hobbys ?
Ostler : Eines meiner Lieblingshobbys ist Lesen. Dabei interessiert mich Belletristik kaum, ich lese überwiegend Sachbücher. Das wäre sicher auch zeitaufwändig, aber da ich die Technik des Querlesens beherrsche, schaffe ich ein Buch mit ca. 300 Seiten in immerhin 3 bis 4 Stunden.

Frage 14 : Haben Sie schon mal einen richtigen Schatz gefunden ? So einen richtig klassischen, mit kiloweise Goldmünzen und Schmuck, in einer alten morschen Holzkiste :-))
Ostler : Das kann wohl in all den Jahren nicht ausbleiben

Frage 15 : Meine letzte Frage an Sie, Herr Ostler : Wenn Sie ihr Leben noch mal neu leben könnten, würden Sie alles wieder genauso machen ?
Ostler : Bis auf einige Kleinigkeiten, ja, absolut sicher

Viele Dank Herr Ostler für dieses Interview

Dieses Interview fand im Jahre 2003 statt